Schreiben gegen die Krankheit

Das Niederschreiben der eigenen Sorgen kann chronische Krankheiten lindern. Zu diesem Ergebnis kommt eine amerikanische Studie mit 83 Patienten, die an Asthma oder Arthritis litten. Die Betroffenen mußten an drei aufeinander folgenden Tagen für jeweils 20 Minuten über ihre Gefühle schreiben. Eine Kontrollgruppe weiterer Patienten mußte zeitgleich ihre Pläne für den folgenden Tag zu Papier bringen.

Bei rund der Hälfte der Patienten, die über ihre Gefühle geschrieben hatten, besserte sich der Gesundheitszustand in den folgenden Monaten deutlich. In der Kontrollgruppe war dies nur bei einem Viertel der Betroffenen der Fall. An der medikamentösen Behandlung wurde während der Versuche nichts geändert.

Das Schreiben habe wahrscheinlich die Psyche der Patienten gestärkt, vermuten die Ärzte. Frühere Studien hatten bereits nachgewiesen, daß gesunde Patienten, die regelmäßig schreiben, seltener krank werden. Warum das Schreiben eine medizinische Wirkung hat, ist den Forschern aber noch unklar.

Quelle: Center for the Advancement of Health, 13.4.99 (Forschung: Joshua M. Smyth, Veröffentlichung im „Journal of the American Medical Association, 14.4.99)

Gehört im Westdeutschen Rundfunk WDR5
am 14.04.1999 (16:05-17:00 Uhr)
Sendung: Leonardo - Neues aus der Wissenschaft

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Diese Seite wurde zuletzt am geändert am Sonntag, 11. Juli 1999